Diesmal trotz mildem Wetter...
von Wolfgang Mallin
Neue Erfahrungen mit dem "Holzspalter"
Nicht schlecht gestaunt haben wir vor ein paar Tagen, als wir den Futtervorrat der Völker kontrollieren wollten. Da hatte ein Specht massiv am Bienenstand gearbeitet und bereits mehrere Löcher in die Kästen gehackt. Das hat uns doch etwas überrascht, da wir bisher noch nie solche Erfahrungen gemacht hatten.
- Wir waren bisher der Meinung, dass nur an der Frontseite angegriffen wird - vermutlich weil dort typischerweise die Bienentraube sitzt. Diesmal waren die Schäden an Front- und Rückseite der Kästen.
- Nach unserer bisherigen Beobachtung werden Bienenkästen für Spechte erst dann interessant, wenn bei frostigem Wetter die Böden über längere Zeit gefroren sind. Wir hatten bisher vermutet, dass die Vögel dann keine Nahrung mehr im Boden finden und dann zwangsweise auf Bienenkästen umsteigen. Schließlich ist das ja auch ein ziemlicher Arbeitsaufwand, bis ein Loch in einen Bienenkasten gehackt ist. Diesmal war der Boden nicht gefroren und trotzdem waren die Schäden zahlreich...
Schlimm sind nicht die Schäden an der Beute, die kann man mit einem Forstnerbohrer und ein paar Rundlingen relativ schnell reparieren - schlimm sind die massiven Störungen der Völker in der Wintertraube. Die Bienen nehmen bei diesem Stress Futter auf und können sie dann einige Tage aufgrund von kaltem Wetter nicht ausfliegen, dann kann dies zu Durchfallerkrankungen führen (z.B. Ruhr, Nosema).
Wieder einmal hatten wir also die "Chance" unsere Methode mit den Müllsäcken zu testen. Als wir am darauf folgenden Tag nach der Futterkontrolle mit den Müllsäcken am Bienenstand eintrafen, waren bereits weitere Bienenkästen vom Specht malträtiert. Mr. Woodpecker war also noch in der Nähe.
Bei der Kontrolle nach einer Woche konnten wir feststellen, dass es funktioniert - es waren keine weiteren Schäden an den Bienenkästen zu erkennen.
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